Lisa Junghanss

Lisa Junghanss entwickelt in ihren Videoarbeiten poetische, vielschichtige Bildwelten, in denen Film, Performance und Installation zu einer eigenständigen künstlerischen Sprache verschmelzen. Ihre Werke bewegen sich zwischen Realität und Inszenierung und erforschen die feinen Grenzen von Erinnerung, Wahrnehmung und Identität. Mit einer präzisen filmischen Ästhetik schafft sie atmosphärische Räume, in denen Zeit verlangsamt wird und scheinbar alltägliche Gesten eine neue emotionale und symbolische Bedeutung erhalten. Ihre Arbeiten laden dazu ein, nicht nur zuzusehen, sondern in eine sinnliche, oft meditative Erfahrung einzutauchen. Die Besonderheit ihres Schaffens liegt in der Verbindung filmischer Erzählweisen mit installativen Raumkonzepten. Bewegtbild wird bei Lisa Junghanß nicht als dokumentarisches Medium verstanden, sondern als künstlerischer Erfahrungsraum, der Wahrnehmung, Körper und Emotion miteinander verknüpft. Licht, Rhythmus, Klang und Bewegung werden zu gleichwertigen Gestaltungselementen und erzeugen eine dichte Atmosphäre zwischen Intimität und Irritation. Ihre Videoarbeiten eröffnen offene Bildräume, in denen sich persönliche Erinnerungen mit kollektiven Erfahrungen verweben und die Betrachtenden dazu einladen, die eigene Wahrnehmung immer wieder neu zu hinterfragen.