Edith Held

SINA 2018

Video Installation

100 x 100 cm

from the series „The Truth, I Saw Them“

„Als ich von Roswell hörte, beschloss ich selbst vor Ort auf die Suche nach außerirdischer Existenz zu gehen. Am 21.05.2018 kam ich in Roswell an und schon am nächsten Morgen sah ich das UFO. Ich wollte die Außerirdischen persönlich treffen. Vier Wochen lang fuhr ich quer durch New Mexico, Texas und Nevada. Am 28.05.2018, ich war in White Sands unterwegs, sah ich es! Eindeutig ein extraterrestrisches Wesen! Seltsamerweise verspürte ich keine Angst, nur unbändige Freude, Neugier und folgte meinen fotografischen Jagdinstinkt. Das Alien kam direkt auf mich zu. Es hielt die amerikanische Flagge in der rechten Hand. Unsere Begrüßung war freundlich, fast vertraut. Das Wesen gab sich als Journalist der Alien Daily-zu erkennen und lud mich in sein Office in das Raumschiff ein. Der Außerirdische erzählte mir von seiner Mission die Flagge vom Mond auf die Erde zurückzubringen. Dann erklärte er mir, dass das Projekt Ferienziele auf der Erde und Begegnungen mit Erdlingen eingestellt wurde. Mein Blick fiel auf die Schlagzeile der aktuellen Alien Daily auf dem Schreibtisch -Planet Earth is no longer a travel destination-. Der Journalist bot mir an, seiner Reiseroute In den nächsten Tagen zu folgen. Als Abschiedsgeschenk überreichte er mir einen silbernen Anzug, Stiefel und acht Tarnmasken. Es sind einzigartige Beweisstücke dafür, dass es Dinge gibt, die sich wissenschaftlich nicht erklären lassen.“

Ein Fotoprojekt von Edith Held “THE TRUTH” I saw them
Der Roswell Zwischenfall

Am 8. Juli 1947 titelte die Roswell Daily Record mit der Schlagzeile: „RAAF Captures Flying Saucer On Ranch in Roswell Region.“ Auf dem Gelände der Forster Ranch, 120 km nordwestlich von Roswell / New Mexico hatte der Ranger W.W. Mac Brazel rätselhafte Trümmerteile gefunden. Er benachrichtigte umgehend das Chavez County Sheriff Office. Major Jesse Marcel, im Dienst der US Army in Roswell, wurde mit der Sichtung der Trümmer auf der Ranch beauftragt. Unmittelbar danach ging die Nachricht um die Welt, bei den gefundenen Teilen handele es sich um Trümmer eines unbekannten Flugobjektes. Nur wenige Stunden später dementierte das Pressebüro der US Army in Fort Worth die Meldung mit der Erklärung, die gefundenen Trümmer seien Reste des Radar Reflektors eines abgestürzten Wetterballons der US Airforce. Der Vorfall von Roswell wurde von der Regierung zu einem Geheimprojekt erklärt. Confidential! Zeugen wurden mundtot gemacht, Erklärungen gefälscht, Fundstücke ausgetauscht oder manipuliert. Auch nach über 70 Jahren ist der Ufoabsturz von Roswell ein lebendiger Mythos und seit Mai 2018 aktueller denn je. Im vergangenen Jahr reiste die Berliner Fotografin Edith Held durch den Süden der USA. Nahe der Area 51 sah sie unbekannte Flugobjekte und Wesen, die unmöglich von der Erde stammen konnten. Am 18. April 2019 bekräftigte sie in einem Interview mit der Roswell Dailey Record „It is the truth. I saw them!”Die Beweise sind erdrückend!

Artist bio:

Her ideas develop out of the moment and thus shape her photographs:
Equipped with soul, sensitivity and presence, Edith Held brings us closer to life and people. Humor is the key with which she opens up a world that we would otherwise not be able to see. Really different than in reality. Woven into the visual are atmospheres that point beyond the perceptible. Often surprising, because opposites become clear: the tragic has its comedy, in seriousness there is also lightness. Every staging reflects truthfulness and yet the very last secret is kept. The unknown as an answer that leads to the next questions. They are therefore images that do not remain in a monologue, but that want to speak to us and tell stories that resonate for a long time.
Edith Held lives and works in Berlin.

Sylvie Sophie Schindler